Im September hab ich geschrieben, was ich mir für den Oktober vorgenommen habe. Beim Basketball bleibe ich beim Volumen, weil da der Vorsprung sitzt. Handball und Tennis würde ich gerne größer fahren, aber die Märkte geben nicht mehr her.
Kann man ja nachgucken, ob das hingehauen hat. Machen wir. Der Oktober in Zahlen.564 Wetten, €364.972 Einsatz, +€25.695 Profit. Yield +7,0%, Trefferquote 58,5%, Ø Quote 1,87, Ø Einsatz €647.
Und die Zahl, auf die ich am meisten gucke: Ø CLV +7,12% über 379 Wetten mit Closing-Daten.
Monatsbilanz Oktober 2026 Im Vergleich zum September: gut 100 Wetten mehr, rund €80.000 mehr Einsatz, unterm Strich fast der gleiche Profit. Der Yield ist von +8,7% auf +7,0% runter, der CLV von +9,57% auf +7,12%.
Bei einer Ø Quote von 1,87 muss ich 53,5% treffen, um bei null rauszukommen. Geworden sind es 58,5%.
Ein Teil davon war Glück.Sharpd spielt jede Wette, bei der ich eine Schlussquote habe, 10.000-mal neu durch. Mit der Wahrscheinlichkeit, die in der fairen Schlussquote steckt. Das geht bei 379 von meinen Wetten.
Varianz Simulator Da stehen am Ende +€29.985 (nur Wetten, wo eine Schlussquote verfügbar war). Normal gewesen wären +€16.093. Macht knapp €14.000 mehr, als eigentlich drin war.
Mein Monat ist besser gelaufen als 79% der Durchläufe. Und in 18 von 100 Durchläufen steht am Ende ein Minus. Gleiche Wetten, gleiche Einsätze, nur anders ausgegangen. Das nennt man Varianz.
Sharp-Niveau gehalten.Von den 379 Wetten mit Closing-Daten lagen 273 über der fairen Schlussquote. Macht 72%. Im September waren es 76%, im August 55%.
7,12% CLV im Schnitt bei der Menge an Wetten ist kein Zufallstreffer. Heißt nicht, dass jeder Monat so läuft. Heißt, dass der Vorsprung echt ist und nicht an ein paar Ausreißern hängt.
Und das gilt egal, wie die Spiele ausgegangen sind. Deshalb gucke ich auf die Zahl und nicht auf den Profit.
Was ich nicht messen kann.Gehört auch zur Ehrlichkeit: Bei 185 von 564 Wetten konnte ich keinen CLV ausrechnen. Das sind 33%. Im September waren es 29%.
Meine 7,12% gelten also für 67% von dem, was ich gespielt habe. Beim Rest weiß ich es schlicht nicht.
Spannend ist: Auf den 379 messbaren Wetten stehen +€29.985, über alle 564 nur +€25.695. Die nicht messbaren haben mich also rund €4.300 gekostet. Ein Monat ist zu wenig, um daraus was zu machen. Aber ich schreib es mit. Wenn das über den Winter so bleibt, muss ich mir genau diese Wetten nochmal angucken.
Der Drawdown war größer als der Gewinn.−€26.739 runter vom Höchststand. In einem Monat, der mit +€25.695 endet. Ich war also schon bei über 30.000 € vorne, bin dann wieder sehr weit runter, nur um dann wieder durchzustarten. Sowas liegt an der eben genannten Varianz, das gehört beim Wetten einfach dazu und ist nicht die Ausnahme bei Quoten um 1,87.
Wer seine Bankroll danach aufbaut, wie es im guten Fall läuft, ist irgendwann raus. Nicht weil der Edge weg war, sondern weil vorher das Geld alle war.
Alles in allem haben wir also einen tollen Saisonstart gehabt. September und Oktober haben sehr gute Ergebnisse eingebracht.
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