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Zwei Wochen im Minus. Dann kam der 15. September.

11. Oktober 2026

​​ im August stand Basketball bei mir mit −10,9% Yield im Minus und war mein größter Kostenpunkt des Monats. Ich hab hier trotzdem geschrieben, dass ich mir sicher bin, dass die Basketball-Saison im September hervorragend wird — und zwar nicht wegen des Ergebnisses, sondern wegen des CLV von +3,1%.

Das war eine Ansage, die man nachprüfen kann. Also machen wir das. Der September in Zahlen. 457 Wetten, €285.033 Einsatz, +€24.813 Profit. Yield +8,7%, Trefferquote 59,0%, Ø Quote 1,86, Ø Einsatz €624.

Und die Zahl, die mir am wichtigsten ist: Ø CLV +9,57% über 323 Wetten mit Closing-Daten.

Zwei Wochen im Minus, dann ein Lauf. Schau dir den Verlauf an. Die ersten zwei Wochen lagen durchgehend unter null. Gegenüber August: fast doppelt so viele Wetten, zweieinhalbmal so viel Einsatz, fast vierfacher Profit.

Die Ansage ist aufgegangen. Basketball im August: 75 Wetten, €35.665 Einsatz, −€3.885, Yield −10,9%, CLV +3,1%.

Basketball im September: 329 Wetten, €212.395 Einsatz, +€12.237, Yield +5,8%, CLV +8,9%.

Das Volumen hat sich versechsfacht, weil die Saison gestartet ist. Der Yield ist von Minus auf Plus gedreht. Und der CLV hat sich fast verdreifacht.

Basketball trägt drei Viertel des Volumens — und jetzt auch Profit. Ich will damit nicht sagen, dass ich die Zukunft vorhersehen kann. Kann ich nicht. Was ich sagen will: Der CLV hat im August etwas angezeigt, das die Ergebnisse nicht angezeigt haben. Ein Monat mit −10,9% Yield, bei dem der Markt meine Einschätzungen trotzdem systematisch zu gut bewertet hat, ist kein Grund, irgendetwas umzubauen.

Hätte ich nach dem August meine Basketball-Strategie geändert, hätte ich den September verpasst.

Und dann ist da Fußball. 58 Wetten, €34.390 Einsatz, −€2.880, Yield −8,4%. CLV: +0,8%. Das ist das Gegenstück zur Basketball-Geschichte, und es ist genau das Muster, über das ich vor zwei Wochen geschrieben habe. Ein Vorsprung von 0,8% ist kein Vorsprung, den man ernst nehmen kann. Er ist statistisch nicht sehr gut von null zu unterscheiden. Schon gar nicht bei nur 58 Wetten.

Bei 0,8% CLV wäre der Erwartungswert auf €34.390 Einsatz etwa €275 gewesen. Rausgekommen sind −€2.880. Die Abweichung liegt bei über €3.000.

Die kleinen Märkte tragen wieder überproportional. Handball und Tennis zusammen: €35.776 Einsatz, also 13% meines Volumens. Daraus +€14.750 — das sind 59% des Monatsprofits.

Handball mit +47,2% Yield bei CLV +25,0%, Tennis mit +27,8% bei CLV +28,3%. Dieselbe Geschichte wie im August: Dort, wo kaum jemand hinschaut, ist der Vorsprung am größten — und das Volumen am kleinsten. Die Limits geben einfach nicht mehr her.

Sharp-Niveau erreicht. Das ist für mich die eigentliche Nachricht des Monats. Von 323 Wetten mit Closing-Daten lagen 245 über der fairen Schlussquote. Das sind 76%. Im August waren es 55%.

​ 76% der Wetten über der fairen Schlussquote. Im August waren es 55%. Ein durchschnittlicher CLV von 9,57% bei dieser Stichprobe ist statistisch signifikant. Das heißt nicht, dass jeder Monat so läuft. Es heißt, dass der Vorsprung real ist und nicht aus ein paar Ausreißern besteht.

Und das ist unabhängig davon, wie die Spiele ausgegangen sind. Genau dafür schaue ich mir die Zahl an.

Was ich nicht messen kann. Zur Ehrlichkeit gehört auch das: Bei 134 der 457 Wetten konnte ich keinen CLV berechnen. Das sind 29%.

Der größte Block sind Linien, die früh geschlossen wurden — da gibt es schlicht keine Schlussquote mehr. Das liegt aber sogar größtenteils daran, dass sich die Quoten so stark in unsere Richtung bewegt haben, dass es dafür schlicht und einfach keine Schlussquoten mehr gab. Dann noch Märkte, die gar nicht bei Pinnacle angeboten wurden.

Ich schreibe das hin, weil eine CLV-Zahl ohne die Angabe, auf wie vielen Wetten sie beruht, wenig wert ist. Meine 9,57% gelten für 71% meiner Wetten. Bei den restlichen 29% weiß ich es schlicht nicht.

Was ich in den Oktober mitnehme. Erstens: Die Basketball-Saison läuft. Das Volumen bleibt dort, weil der Vorsprung es trägt.

Zweitens: Handball und Tennis würde ich gerne hochfahren, aber die Märkte lassen es nicht zu. Daran ändert sich nichts.

Die Auswertung oben kommt komplett aus Sharpd — dem Tracker, den ich mir gebaut habe, weil ich das alles jahrelang in Excel versucht und jedes Mal irgendwann aufgegeben habe. Schlussquote ziehen, Marge rausrechnen, CLV berechnen, über alle Wetten mitführen.

Die Beta läuft, und ich nehme nach und nach mehr Leute dazu. Wer auf die Warteliste will, trägt sich hier ein.

Bis nächste Woche.

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