Newsletter

Meine komplette WM-Auswertung — Zahlen, Fehler, Erkenntnisse

3. August 2026

​​ Sechs Wochen WM. 66 Wetten. Ein Turnier das ich so nicht erwartet hatte. Heute gibt es die komplette Auswertung — Zahlen, Erkenntnisse, und was ich daraus für den Herbst mitnehme.

Vorab die Gesamtzahlen: 66 Wetten · €32.320 Einsatz · +€7.134 Profit · 22,1% Yield · 67% Trefferquote ​ Das ist das beste WM-Ergebnis meiner bisherigen Karriere. Und trotzdem — oder vielleicht genau deshalb — lohnt es sich genau hinzuschauen was dahinter steckt.

Was wirklich funktioniert hat Die klare Nummer eins: Über/Unter. 15 Wetten, 80% Trefferquote, +€3.871. Mehr als die Hälfte des gesamten Turniergewinns kam aus einem einzigen Markttyp. Das ist keine Kleinigkeit — das ist eine klare Aussage darüber wo mein Edge bei dieser WM wirklich lag.

Der beste einzelne Call des Turniers war Niederlande vs. Marokko — Marokko to qualify zur Quote 2,45. +€870. Ein Spiel das ich vor dem Anpfiff als fast ausgeglichen eingeschätzt hatte, während der Markt die Niederländer klar favorisierte. Die Quote hat den echten Wert nicht widergespiegelt — und Marokko hat es dann auch auf dem Platz gezeigt.

Was nicht funktioniert hat "Wer kommt weiter" war die einzige Wettart im Minus. 7 Wetten, 43% Trefferquote, −€930.

Das ist interessant — und lehrreich. Denn diese Wetten fühlen sich intuitiv sicherer an als direkte Siegwetten. Man hat ja noch Verlängerung und Elfmeterschießen als Puffer. Aber genau das spiegelt sich in den Quoten wider — der Markt bepreist das. Und bei einem Turnier wo so viele Spiele erst spät entschieden werden ist die Varianz hier besonders hoch.

Der größte Einzelverlust des Turniers: Deutschland vs. Ecuador, Asiatisches Handicap — −€1.000. Eine Wette die ich für gut hielt, und bei der ich auch einen klar positiven Closing Line Value hatte. Ecuador hat sich dann durchgesetzt - gehört dazu.

Erste Hälfte vs. zweite Hälfte Das ist die Zahl die mich am meisten zum Nachdenken gebracht hat. Juni: 38 Wetten, +€5.571. Juli: 24 Wetten, +€509. Die erste Hälfte des Turniers — Gruppenphase und Sechzehntelfinale — war deutlich ertragreicher als die K.o.-Runde ab dem Achtelfinale. Der Grund ist eigentlich logisch: je weiter das Turnier geht, desto besser die Teams, desto effizienter die Märkte, desto schwerer einen echten Edge zu finden.

Das bestätigt etwas das ich schon länger vermutete — und das ich in Zukunft noch bewusster in meine Strategie einbauen werde.

Live-Wetten Ein weiterer Punkt der mir aufgefallen ist: meine Live-Wetten haben besser performt als die Pregame-Wetten.

Das Frankreich gegen England Spiel um Platz 3 war das beste Beispiel. Frankreich to qualify verloren — aber durch zwei gezielte Live-Einstiege in der zweiten Halbzeit den Verlust mehr als kompensiert. Nicht aus Panik, nicht um Verluste zu jagen. Sondern weil eine konkrete Situation eine konkrete Gelegenheit geboten hat.

Das ist ein Bereich wo ich in der kommenden Saison noch gezielter arbeiten werde.

Das Gesamtbild: eine sehr erfolgreiche WM mit klaren Erkenntnissen. Über/Unter war mein stärkster Markt, die Gruppenphase mein stärkstes Turnier-Segment, und Live-Wetten ein Bereich mit weiterem Potenzial.

Diese Erkenntnisse wandern direkt in die Vorbereitung auf den Herbst. Und apropos Vorbereitung — ich arbeite gerade an etwas das genau diese Art von Analyse deutlich einfacher machen soll. Nicht mit Excel, nicht manuell. Mehr dazu bald.

Nächste Woche geht es weiter — die Bundesliga-Saison rückt näher und ich werde darüber schreiben wie ich den Saisonstart konkret angehe.

Jeden Sonntag

Direkt ins Postfach.

Kostenlos · Kein Spam · Kündbar mit einem Klick

Jetzt abonnieren