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Sind Closing Lines bei der WM eigentlich wertlos?

15. Juni 2026

​​ Am Freitag ist die WM gestartet. Ich hatte letzte Woche gesagt ich werde weniger Volumen haben. Weniger Märkte, weniger Wetten, bewusst zurückfahren.

Dann kamen fünf WM-Wetten in den ersten 4 Tagen. Vier gewonnen, eine verloren. Mehr als erwartet — und trotzdem ein Bruchteil von dem was ich in einer normalen Woche hätte, bei den alle Ligen aktiv sind.

Was mir in dieser ersten Woche aufgefallen ist: CLV zu holen ist bei der WM strukturell schwieriger als in regulären Ligen.

Das hat einen einfachen Grund. In der Bundesliga oder im Handball beobachte ich Märkte über Monate. Ich sehe wie Linien entstehen, wie sie sich bewegen, welche Buchmacher früh scharfe Quoten stellen und welche nachziehen. Ich erkenne Muster. Ich weiß oft schon bevor ich eine Wette platziere ob ich wahrscheinlich Closing Line Value haben werde — weil ich den Markt kenne.

Bei der WM fehlt dieser Kontext fast vollständig. Das bringt mich zu einer Frage die ich gerade wirklich ernsthaft stelle: Sind die Schlussquoten bei der WM überhaupt so akkurat wie wir annehmen? CLV funktioniert als Maßstab weil wir davon ausgehen dass die Closing Line den wahren fairen Wert eines Spiels widerspiegelt — das Ergebnis eines effizienten Marktes der alle verfügbaren Informationen eingepreist hat.

Aber was wenn der Markt bei einem WM-Spiel zwischen zwei mittelgroßen Nationen nie wirklich effizient wird? Was wenn das Geld das die Linie bewegt überwiegend aus Bauchgefühl-Wetten besteht und nicht aus systematischer Analyse?

Dann sagt mir ein positiver CLV vielleicht weniger als ich denke. Und ein negativer CLV ist vielleicht kein echtes Warnsignal.

Ich habe noch keine abschließende Antwort darauf. Ich werde tiefer einsteigen — mit echten Daten aus diesem Turnier. Das ist einer der Momente wo Tracking nicht nur nett ist, sondern wirklich Erkenntnis liefert.

Parallel läuft auf Instagram gerade ein anderes Experiment. Ich bewerte die Wetten meiner Verlobten — live, öffentlich, ohne Einfluss vorher.

Gestern hatten wir ein sehr interessantes Beispiel. Wir hatten beide Deutschland -3,5 gespielt. Der Unterschied: ich hatte eine bessere Quote bekommen. Meine war 1,96, ihre 1,82. Gleiche Wette, gleicher Ausgang — aber über tausende solcher Entscheidungen hinweg ist genau das der Unterschied zwischen profitabel und nicht profitabel.

Sie tippt nach Bauchgefühl. Ich schaue auf Linien, Marktbewegungen, CLV. Jetzt noch etwas aus der Community das ich gerne teile. Unser Community Leaderboard hat im Juni bereits +4,2 Einheiten erzielt. Alle Mitglieder, die ihre Wetten aktiv in der Community tracken und teilen, werden dort erfasst.

Der Spitzenreiter liegt aktuell bei +15,3 Einheiten - im Juni allein. Es geht nicht darum Wetten blind nachzuspielen. Es geht darum zu sehen wie andere denken, wie sie analysieren, welche Märkte sie beobachten — und daraus den eigenen Prozess zu schärfen.

Und das komplett kostenlos. Wer rein will — einfach hier klicken.​ Nächste Woche schreibe ich darüber warum die WM eigentlich das schlechteste Lernumfeld für Wetter ist — und was du stattdessen beobachten solltest.

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